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Schlafbezogene Atemstörungen (SBAS) / atembezogene Schlafstörungen
Bei den SBAS werden Atemstörungen ohne Obstruktion von solchen mit Obstruktion unterschieden. Die Störungen ohne Obstruktion werden unterteilt in die zentralen Schlafapnoesyndrome und die schlafbezogenen Hypoventilations- oder Hypoxiesyndrome.
Die SBAS mit Obstruktion bestehen im Wesentlichen aus der eigentlichen obstruktiven Schlafapnoe (OSAS) in ihrer unterschiedlichen Ausprägung.
Die diagnostischen Kriterien einer OSAS nach der American Academy of Sleep Medicine (AASM) sind wie folgt:
Mindestens einer der folgenden Punkte muss erfüllt sein, um die Diagnose OSAS stellen zu können:
- Der Patient berichtet über unerwünschte Tagesschläfrigkeit, nicht erholsamen Schlaf, Müdigkeit oder Schlaflosigkeit
- Nächtliches Erwachen durch Atempausen, Schnappen nach Luft oder Erstickungsanfälle
- Fremdbeobachtetes lautes Schnarchen oder Atempausen
Zusätzlich muss eine Polysomnografie noch folgende Auffälligkeiten zeigen:
- 5 oder mehr respiratorische Ereignisse pro Stunde im Schlaf
- Zeichen einer erhöhten Atemarbeit während aller oder Teile der respiratorischen Ereignisse (wenn möglich über die Ösophagusmanometrie erhärtet)
- Keine Erklärung der Ereignisse durch andere neurologische, internistische Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme (Drogenmissbrauch)
Alternativ kann die Diagnose OSAS auch dann gesichert werden, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind, wobei die Polysomnografie zeigt folgende Auffälligkeiten zeigen muss:
- 15 oder mehr respiratorische Ereignisse pro Stunde im Schlaf
- Zeichen einer erhöhten Atemarbeit während aller oder Teile der respiratorischen Ereignisse (wenn möglich über die Ösophagusmanometrie erhärtet)
- Keine Erklärung der Ereignisse durch andere neurologische, internistische Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme (Drogenmissbrauch)
Tipp:
In den Staaten wird mehr auf die Polysomnografie als auf die Polygrafie zurückgegriffen, als auf die Polygrafie, dies gilt es bei der Anwendung des oben gesagten zu beachten.
Schnarchen wird durch alleinige akustische Phänomene im Schlaf definiert, die keinerlei der obigen Kriterien der OSAS enthalten sind. Eine OSAS kann zwar anhand der Anzahl der respiratorischen Ereignisse gestellt werden, orientiert sich letztendlich jedoch auch am klinischen Bild. Das Vorliegen von Schnarchen kann eine zentrale Schlafapnoe nicht ausschließen.
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